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Euphrasius Basilika Poreč

Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum; 1997 wurde sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Benannt ist die Basilika nach Bischof Euphrasius, der die Kirche unter Einbeziehung von Teilen des Vorgängerbaus zwischen 543 und 554 errichten ließ. Die Basilika und der sie umgebende Komplex kirchlicher Bauten (Atrium, Bischofspalast, Kapitelsaal u. a.) liegen im Norden der kleinen Halbinsel, die von der Altstadt Porečs eingenommen wird.

An Stelle der späteren Kirche befand sich um 300 ein bescheidenes Oratorium, das Teil eines großen römischen Privathauses war. 313 wurde dort der Märtyrer Mauro von Poreč bestattet. Das Oratorium wurde noch im 4. Jahrhundert zu einer zweischiffigen Halle (basilicae geminae) erweitert. [1] Aus dieser zweiten Phase sind Bodenmosaike mit dem Fisch als Christussymbol erhalten. Sie lassen sich durch Münzfunde in die Zeit von Kaiser Valens(365–378) bzw. wenig später datieren. Die Mosaiken enthalten Namen von Stiftern mit Zahlen der jeweils gestifteten Fläche.

Im 5. Jahrhundert wurde eine neue Kirche errichtet. Die nunmehr dreischiffige Basilika bezog auch Teile des Vorgängerbaus ein. Wie in Istrien undNoricum zu dieser Zeit üblich hat der Bau keine Apsis. Diese Kirche war Mitte des 6. Jahrhunderts so baufällig, dass sich der damalige Bischof Euphrasius zum Abriss und Neubau entschloss. Mit der Widmungsinschrift und seinem Abbild als Stifter auf den Mosaiken in der großen Apsis setzte sich Euphrasius ein Denkmal.[2]

Man verwendete wiederum Teile der Vorgängerbauten. Die Mauern auf der Nord-, West- und Südseite sowie die Basen von 18 Säulen im Innenraum wurden integriert. Neuerungen waren die drei Apsiden, die das Haupt- und die die Seitenschiffe nach Osten abschließen.